Altbau – sanieren

So ein Vorhaben will bestens strategisch geplant sein. Denn abhängig davon wie „alt“ der Bau ist den sie wieder auf Vordermann bringen wollen, sollten sie unbedingt eine komplette Bestandsaufnahme des Sanierungsfalles machen. Und das bis ins kleinste Detail. Denn der Teufel steckt ja bekanntlich genau darin. Strategisch deswegen, weil es sich empfiehlt hier Raum für Raum, Wand für Wand, durchzugehen, um nicht irgendwo einen Bereich auszulassen.

Schritt eins: Erheben

Die Bestandsaufnahme vorab leitet sämtliche Arbeitsschritte für die Sanierung. Versuchen Sie auch soviel Informationen wie möglich von Vorbesitzern oder Nachbarn usw. zu erhalten. Oft helfen auch alte Rechnungen über Reperaturen oder Erneuerungen. Grundsätzlich muss sich auch auf der jeweiligen (Bau)Behörde ein entsprechender Bauakt befinden, den man unbedingt einsehen sollte. Der dort eingereichte Bauplan kann, muss aber nicht mehr ganz stimmen, aber er gibt im groben Zügen einmal einen gewissen Überblick, wo was geplant war zu bauen. Den tatsächlichen Bestand kann man nur Vorort bestimmen. Verlauf der Strom- und Wasserleitungen, Heizungsrohre, Fenster und Türen, Mauerwerk, Zustand der tragenden Teile u.v.m.

Schritt 2: Profi zu Hilfe nehmen

Wenn sie sich genauestens über den Sanierungsfall informiert haben und schließendlich wissen wie es um das Objekt bestellt ist, beginnt die Planungsphase. Die hängt wiederum vom Gesamtzustand des zu sanierenden Bauwerks ab. Das Beste ist sich hier einen erfahrenen Profi (Baumeister/ Bausachverständiger) zu nehmen. Denn die haben zumeist auch die Erfahrungswerte, wie sich die Sanierung am besten Abwickeln läßt. Die lassen ihr Objekt auf weitere, wichtige Punkte prüfen.

  • Fundamentstabilität
  • Mauerfeuchte
  • Erstellung von Thermobildern
  • Isolierung (Wärmeisolierung)
  • Prüfung der Statik
  • Neue Vermessungen
  • Tragfähigkeit der Dachkonstruktion
  • Check der Haustechnik und den Anlagen
  • Zustand von Fenster und Türen
  • Vergleich der Baupläne mit Istzustand
  • Strom und Wasserleitungen
  • Prüfung der gesamten Bausubstanz
ein echter Sanierungsfall © pixabay – michaelgaida

Schritt 3 : Kosten – Nutzen Check

Wenn all die Punkte über den Zustand bekannt sind lassen sich sehr leicht die Kosten für eine Sanierung ihres Altbaues errechnen bzw. abschätzen. In vielen Fällen (nicht allen) ist es durchaus sinnvoll eine Sanierung anzugehen. Bei anderen übersteigen die Sanierungskosten den eigentlichen Wert des Objektes. Sprich es zahlt sich nicht aus – da käme eventuell ein Neubau günstiger. Es ist aber Ermessenssache, denn wenn man an etwas nostalgisch hängt, will man es vielleicht auch um einen höheren Preis für sich erhalten. Je nach Alter des Hauses / Wohnung haben wir auf „hausbaumagazin.at“ Richtwerte für Sanierungskosten gefunden, die auf jahrelanger Erfahrung und Erhebungen beruhen:

  • gebaut vor 1950: ca. 50% des damaligen Kaufpreises
  • gebaut zw. 1950 – 1960: ca. 40% des damaligen Kaufpreises
  • gebaut zw. 1960 – 1980: ca. 40-30% des damaligen Kaufpreises
  • gebaut zw. 1980-1990: ca. 20% des damaligen Kaufpreises
  • gebaut zw. 1990-2000: ca. 10% des damaligen Kaufpreises

Links:



Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.