Baufinazierung: immer gut vergleichen

Die Entscheidung ein Haus zu bauen/kaufen fällen die meisten Menschen nur einmal im Leben. Umsomehr ist es bei einer so wichtigen Lebensentscheidung auch notwendig, sich genügend Zeit zu nehmen, um sich auch ausführlich Gedanken um die Finazierung zu machen. Leider wird die Frage einer sicheren und leistbaren Finanzierung oftmals unterschätzt. Dabei spielen viele Fragen die man sich dabei stellen sollte eine ganz große Rolle, vor allem was die Zukunft betrifft und ob so eine Baufinanzierung leistbar bleibt.

Finanzierungen mit langer Laufzeit

In der Regel wird man für seinen Hauskauf oder Hausbau eine Menge Geld brauchen. Das sind meist Beträge im sechsstellingen Bereich. So ein Darlehen ist nicht in kurzer Zeit zurückzahlbar. Also muss man davon ausgehen, dass man die aufgenommenen Beträge nicht in ein paar Jahren zurückgezahlt hat, sondern das eher Jahrzehnte sein werden, wo man mit dieser finanziellen Belastung leben muss.
Aber zu allererst muss man erheben, wie hoch der Finanzbedarf eigentlich ist. Man sollte immer davon ausgehen, dass es am Ende dann doch mehr sein wird als man ursprünglich geplant hat. Irgendetwas kommt immer dazu oder hat man vergessen. So können aus geplanten 300.000,- Euro schon mal 380.000,- Euro am Ende da stehen, die es zu erstemmen gilt. Als Faustregel kann man schon 20-25% an Mehrkosten einrechnen.

Kredit ausrechnen lassen

Haben sie schließendlich die Gesamtsumme für Ihren Hauskauf/ bzw. Bau ermittelt, dann geht es daran, sich die entsprechenden Finanzierungsangebote einzuholen. Lassen sie sich beraten und erstellen sie mit der Bank auch einen Haushaltsplan, damit sie dann nicht die eine oder andere böse Überraschung erleben. Wichtig beim Finanzierungsplan ist auch die Laufzeit und die sich daraus ergebenden monatlichen Belastungen. In der Regel laufen solche Baufinanzierungen je nach Bedarf an Geld zwischen 15 – 35 Jahre.

Eigenmittel können helfen

Wer sich ans Bauen oder Kaufen heranwagt, sollte bestenfalls auch über eine gewisse Summe an Eigenmittel verfügen. Nicht zuletzt, weil es die Gesamtbelastung senkt – aber auch in letzter Konsequenz die monatliche Belastung. Wenn sie es bisher nicht geschafft haben, sich ein wenig Eigenkaptial anzusparen, dann wird es auch in der Rückzahlphase Ihres Darlehens nicht leicht fallen, die entsprechend (hohe) Rate verfügbar zu haben. Zudem ist es auch für die Banken ein Zeichen der Sicherheit, wenn sie über gewisse Eigenmittel verfügen. In der Regel sind 20-30% an eigenen Mitteln genug Sicherheit für die Bank.

Sicherheiten bei der Bank

Die Banken müssen sich vor Ausfallsriskien schützen. Zu diesem Zweck sichert sich die Bank mittels Hypothek die (mögliche) Verwertung Ihrer Immobilie im Falle eines Zahlungsausfalles (durch Krankheit, Scheidung, Arbeitslosigkeit…). Zumeist läßt sich der Kreditgeber dann zu 100% in das Grundbuch als Gläubiger eintragen und kann im Falle des Falles die Immobilie verwerten. Eine andere (ähnliche) Variante ist die Finanzierung mittels Bausparkrediten oder Bauspardarlehen. Darüber sollten sie sich als alternative Option auf jeden Fall erkundigen.
Sie können aber auch andere Varianten der Sicherheiten anbieten. Ein Beispiel sind Lebensversicherungen oder private Pensionsversicherungen, die sie auf die Bank vinkulieren lassen können. Je nach Höhe der Erlebenssumme kann es sich dann auch ausgehen, dass die Finanzierung zu fast 100% durch Besicherungen (wenn auch langfristig) gedeckt ist.

Zinsen niedrig halten

Je geringer das Risiko für die Banken und je höher die Sicherheiten, desto besser werden wahrscheinlich die Finanzierungskonditionen sein. Bei den eher hohen Krediten für Hausbau/Hauskauf spielt jedes Zehntelprozent eine Rolle. Lieber ein wenig mehr Zeit nehmen für solch eine Entscheidung, denn in Summe kann das über die gesamte Laufzeit gesehen, einige 1.000 Euro ausmachen. Checken sie auch „Lockangebote“ mit sehr niedrigen Anfangszinsen. Wichtig ist, dass sie sich einerseits die monatliche Rate leisten können und wieviel sie am Ende des Kredites in Summe bezahlt haben. Sie werden schnell erkennen, dass das „günstige Startzinsoffert“ oft in Summe mehr ausmacht als wenn sie einen Fixzinssatz vereinbaren. Gerade jetzt (2019) wo das Zinsniveau sehr niedrig und es nicht absehbar ist, dass die Zinsen in Bälde wieder steigen, wäre es ratsam fixe Zinsen auszuhandeln. Denn wenn das Zinsniveau wieder steigt, dann haben sie einiges gewonnen.

Conclusio

Nichts überstürzen, Pläne reifen lassen und sich nichts einreden lassen, was sie schließendlich nicht bezahlen können oder wollen. Umfassend Informationen einholen und wenn sie sicher sind, sich in das finanzielle Abenteuer zu stürzen, Zeit nehmen und vergleichen, prüfen, vergleichen… usw.

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