Zu warm – zu kalt?

In unseren Breiten ist es unumgänglich auch eine entsprechende Heizung in seinen 4-Wänden zu haben. Auch wenn die Sommer immer heißer werden, so würden wir ohne zusätzliche Wärmequellen wohl im Winter eher erfrieren. Die Frage die sich stellt ist – Welche Temperaturen brauchen wir? Zumeist bekommt man 20-22° C als Antwort. Diese Angaben gelten aber nur für den Wohnraum, nicht oder selten nur für das Schlafzimmer, denn das wird meistens weniger geheizt.

Wohlfühltemperatur

Gibt es die überhaupt? Je nachdem wo man sich befindet und was man gerade macht ist diese anders. Um das ein wenig vereinfacht zu Veranschaulichen folgendes Gedankenexperiment:
Stellt man ein heißes Glas Wasser in eine viel kältere Umgebung, so kühlt es sich solange ab, bis schließendlich Temperaturausgleich erreicht wird. Das heißt, dass der Temperaturfluß immer von „warm“ zu „kalt“ geht – solange bis der Ausgleich erfolgt ist. Die Wärme (Energie) die im warmen Wasser gespeichert ist, fließt somit in den kühleren Umgebungsraum. Obwohl der menschliche Körper nun aus ca. 70% Wasser besteht, kann ist der Vergleich mit dem Wasserglas leider nicht zulässig, denn wir Menschen produzieren unentwegt selbst Wärme. Würden wir nicht schwitzen, dampfen oder über andere Wege unsere Energie an die Umgebung abgeben, dann würde der menschliche Körper sehr bald einen Hitzestau erleiden. Daher empfinden wir, je nach „Körper“ die Wohlfühltemeratur anders. Wichtig dabei ist für unseren Körper, dass wir die produzierte Energie an unsere Umgebung entsprechend abgeben können. Daher sind für die meisten Menschen gerade diese 20-25°C so angenehm, weil man bei diesen Temperaturen am besten die (ständig produzierte) Energie an die Umgebung abgeben kann.

Umwelt schützen – richtig heizen

Einer der größten CO2 Verursacher ist das Heizen. Daher sollte man daruf schauen, dass man so heizt, dass man auch die Umwelt dabei schont – abgesehen von seinem eigenen Geldbörsel. Leider haben wir bei unseren Recherchen keine Hinweis beim österr. Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (Umweltministerium) gefunden und lehnen uns daher an unseren deutschen Nachbarn an. Das deutsche Umweltbundesamt empfiehlt folgende Raumtemperaturen:

• Wohnzimmer 20-23°C
• Küche 18-20°C
• Schlafzimmer 17-20°C
• Bad 20-23°C
• WC 16-19°C
• Gänge/Flur 15-18°C


wohlige Wärme

Regeln, Lüften, Dichten, Warten …

Entweder man hat einen Raumthermostat oder man kann direkt am Heizkörper die entsprechende Temperatur regeln. Denn jedes Grad mehr heizen bedeutet auch entsprechend mehr CO2 und auch Mehrkosten. Wichtig ist auch, dass man die Regelung auf vernünftige Beine stellt. Die Räume niemals zu sehr abkühlen lassen, denn das hochfahren von niederen Temperaturen zur gewünschten Wohlfühltemperatur kann lange dauern und teuer werden. Lieber, also wenn man das Haus verläßt, die Temperatur nur um 5-8° absenken als komplett abzudrehen.
Regelmäßiges Stoßlüften kann auch sehr hilfreich sein. Am Wirksamsten ist es (wenn möglich) mehrmals am Tag, 5-10 Minuten ordentlich zu lüften. Das Stoßlüften verringert die im Raum befindliche Feuchtigkeit und schützt so vor möglichen Schimmelbefall.
Zusätzlich sollte man auch immer kontrollieren ob Fenster und Türen dicht sind. Denn hier geht oftmals auch sehr viel Energie verloren und sie wollen ja nicht für draußen heizen. Gummidichtungen oder auch Schaumdichtbänder finden sie Rollenweise im Fachbaumarkt oder auch bei entsprechenden Fachfirmen.
Hohes Einsparpotential findet sich auch noch bei den Heizgeräten. Schauen sie immer, dass die Heizung (egal ob (Gas-)Therme oder auch Ölheizung) immer ordentlich gewartet sind und auch so eingestellt, dass sie den optimalen Heizwert herausholen. Verstopfte Leitungen, verklemmte Ventile usw. können da oder dort durchaus zu wesentlichen Mehrkosten sorgen.

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