Unfälle und Verletzungen daheim

Knapp unter 800.000 Menschen – so schreibt das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) – haben sich 2017 in ihren Wohnungen/Häusern so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Laut KFV haben nach wie vor Haushaltsunfälle und Freizeit- und Sportunfälle den höchsten Anteil an allen Unfällen in Österreich. Das sollte uns ein wenig zu denken geben. Was sind die größten „Fallen“ daheim?

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Nur wer die möglichen Gefahren erkennt, wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch weniger oft schwer verletzen. Nachdem wir uns daheim ja meist sicher fühlen ist das oft gar nicht so leicht. Meist sind es Kleinigkeiten, die uns im wahrsten Sinne des Wortes zu Fall bringen. Manchmal helfen aber schon einfache Verhaltensregeln, schwere Unfälle in den eigenen vier Wänden zu verhindern.

Unfallvermeidung – wie?

  • Stolperfallen vermeiden (lose herumliegende Kabel, Teppichkanten, usw.)
  • Keine scharfen Gegenstände herumliegen lassen (Scheren, Messer, Werkzeuge)
  • Steighilfen (Leitern, Stockerln, usw.) auf festem Untergrund stellen.
  • Treppen ggf. mit rutschfesten Belägen sichern.
  • Bei Stromarbeiten lieber den Stromkreis abschalten bevor man werkt.
  • Schutzkleidung tragen (bei Gartenarbeiten mit Motorsäge oder ähnlichem)
  • Keine Werkzeuge zweckentfremden
  • für ausreichende Beleuchtung sorgen
  • u.v.m.

Was sind die häufigsten Haushaltsunfälle?

Nummer 1 – Der Sturz

An erster Stelle der schweren Haushaltsunfälle steht das „Stürzen“. Ob beim Vorhangaufhängen, beim Fensterputzen oder auch im Badezimmer oder auf Treppen, ist dies die häufigste Ursache für schwere Unfälle im Eigenheim. Schlecht aufgestellte Leitern oder Hocker sind dabei das größte Risiko. Aber auch nicht passendes Schuhwerk (auf Leitern, Hockern und Stiegen) sind dabei maßgeblich beteiligt.

Nummer 2 – Schnittverletzungen

Die zweithäufigste Verletzungsursache sind Schnittverletzungen. Hier passiert am meisten in der Küche. Messer oder Brot- und Wurstschneidemaschinen sind hier die häufigsten Quellen für schwere Verletzungen. Aber auch bei der Gartenarbeit passieren sehr viele Schnittverletzungen. Vor allem dann, wenn Heckenscheren, Rasenmäher, Äxte udgl. unsachgemäß oder unvorsichtig gehandhabt werden.

Nummer 3 – Verbrennungen

Nur ganz knapp hinter den Schnittverletzungen liegen die Verbrennungen. Auch hier ist die Küche die Nummer eins. Verbrühungen mit heißem Wasser, oder auch an Herdplatten oder Gasherden kann man sich durch entsprechende Unachtsamkeit sehr leicht schwer Verbrennen. Aber auch heißes Fett oder brennendes Öl sind enorme Gefahrenquellen für schwere Verbrennungen.

Nummer 4 – Vergiftungen und Stromschläge

Vergiftungen durch unsachgemäße Ver- und Anwendung von Reinigungsmitteln, aber auch speziell bei Kindern, die nicht ausreicheden Verwahrung von diesen führt zu schwerwiegenden Folgen. Nicht gesicherte Steckdosen können gerade bei Kindern zur Todesfalle werden. Daher Reinigungsmittel, WäscheTabs udgl. immer sicher und unerreichbar für Kinder aufbewahren. Ebenso alle Stromquellen so sichern, dass Kindern nichts passieren kann. Bei Arbeiten am elektrischen Gerät lieber das Gerät ausstecken oder gar den dafür vorgesehehene Stromkreis abschalten.

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