Photovoltaik – Energiespeicher

Die Krux mit der Sonnenenergie. Hat man sich endlich durchgerungen eine Photovoltaik Anlage (PVA) anzuschaffen, so muss man sich auch Gedanken machen, wohin mit dem Strom. Selbst verbrauchen, eh klar, aber wohin mit dem überschüssigen Strom? Dazu muß man auch einmal schauen, welcher PVA Nutzer bin ich überhaupt? Hier werden nämlich verschiedene Benutzungsmodi definiert.

Welcher PVA Nutzer bin ich?

Hier wird in 3 Grundtypen unterschieden:

  • Der Volleinspeiser
  • Der Überschussspeiser
  • Der Inselbetrieb

Der Volleinspeiser

Dieser speist den gesamten erzeugten Strom seiner PVA ins Netz ein. Dafür entnimmt er sämtlichen gebrauchten Strom wieder aus dem Netz. Damit bezahlt der Volleinspeiser quasi „nur“ die Differenz zwischen Eingespeisetarif und Bezugstarif – sofern es da einen Differenz gibt (siehe unseren Artikel)

Der Überschusseinspeiser

Wie der Name schon erklärt wird hier ein Teil der PVA Energie selbst verwendet und sämtliche nicht gebrauchte Energie in das vorhandene Netz eingespeist.

Der Inselbetrieb

Diese Art der Nutzung einer PVA hängt an keinem Stromnetz. Die Versorgung ist quasi autark und somit ist dieser Typ des Nutzers am ehesten an einen Speicher seiner produzierten Energie interessiert. Speziell in entlegenen ländlichen oder bergigen Gebieten in Österreich ist das sie ideale Nutzung der Energie.

Kosten – Nutzen Rechnung

Unsere Recherchen haben ergeben, dass man seriöserweise nicht genau sagen kann ob sich eine Speicheranlage (Akku´s) für Sonnenenergie wirklich rechnet. Das hängt von vielen Faktoren ab. Einerseits von der Menge des produzierten Stromes und natürlich auch vom jeweiligen Bedarf ab. Weil im Sommer, wo man möglicherweise weniger Energie benötigt kann man viel produzieren – im Winter hingegen wo man mehr bräuchte, kann man aber angesichts der kürzeren Tage (Sonnenstunden) und Witterung weniger produzieren. Die derzeit verfügbaren Akkus haben Kapazitäten von bis zu ~ 20 kWh, das ist zwar schon recht viel, aber kann einen inselbetriebenen PVA Nutzer im Winter schon mal die Frostbeulen hervorholen.

Chancen steigen mit höheren Strompreisen

Die jährlichen Steigerungen bei den Stromkosten liegen derzeit bei rund 3,5% . Je mehr der Strompreis steigt, desto interessanter wird es (auch angesichts der niedrigen Einspeisetarife) den selbst erzeugten Strom zu speichern und eben später wenn er gebraucht wird zu nutzen. Die Kosten für die kWh selbst produzierten Stromes läßt sich einfach berechnen: Akkukapazität mal Voll-Lade-Zyklen ist die Gesamtkapazität der Speichermedien für die Lebensdauer. Nun müssen noch der Systemwirkungsgrad (in %) und die Entladetiefe (in %) berücksichtigt werden.

Annahme von Akkukosten von 8.500 Euro, 6.500 Ladezyklen, Speicherkapazität von 9 kWh, Systemwirkungsgrad 95% und Entladetiefe von 90%.
Ergibt 9 kWh x 6.500 Zyklen eine Gesamtkapazität von 58.500 kWh
rechnen wir hier die Verluste heraus (58.500 x 0,9 x 0,95) dann bleiben effektiv rund 50.000 kWh an Speicher über…
dividiert man das jetzt durch den Anschaffungspreis (8.500 : 50.000) so ergibt sich ein Preis von ca. 17 Cent pro kWh für den gespeicherten Strom.

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